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Wie man Kinder und trotzdem was vom Leben hat


*Wie man Kinder und trotzdem was vom Leben hat* von Nora Winter – erschienen im Goldmann Verlag

*Rezensionsexemplar, unbezahlte Werbung*

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 128 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-17956-5

Erschienen am  14. September 2022  Verlagslink

Inhalt/Klappentext: Mit Kindern ist die spaßige Zeit vorbei, hört man oft. Die gute Nachricht: Wenn man es richtig anpackt, stimmt das absolut nicht! Denn eigentlich sind es nicht die Kinder, die einem das Leben schwer machen – es sind die anderen Eltern, die eigenen Eltern und die eigenen Ansprüche. Nora Winter gibt Hilfestellungen für gängige Elternklagen und Tipps, wie bei aller Liebe für die Kinder auch die Elternbedürfnisse nicht zu kurz kommen. Sie zeigt, wie wieder mehr Leichtigkeit ins Familienleben kommt und wie man gemeinsam richtig Spaß haben kann. Denn mit der passenden Perspektive und den entscheidenden Tricks schaffen es auch dauergestresste Mamas und Papas, offen zu sein für die wirklich schönen, witzigen – und manchmal so einfachen – Seiten des Lebens mit Kindern.

Nora Winter, Jahrgang 1985, ist Sachbuchautorin und Redakteurin. Sie hat Entwicklungspsychologie studiert und schafft es immer öfter, Job, Mann, 2 Kinder und 7 Nichten und Neffen mit den eigenen Bedürfnissen unter einen Hut zu bringen. Sie lebt und arbeitet in Bamberg.

Mein Leseeindruck: Das Leben mit Kindern ist wunderschön, so die allgemeine Auffassung in unserer Gesellschaft  – kann sich aber oft zu einer nervenden Herausforderung für die ganze Familie ausweiten und allen wird der Spass am Leben (manchmal) verdorben.  Dagegen hält die Entwicklungspsychologin Nora Winter mit ihrem erfrischendem und humorigem Sachbuch über  Kinder Erziehung im Familienleben . Vor allem plädiert sie in ihrem Buch dafür, dass auch die Eltern trotz der anstrengenden Erziehungsarbeit  wieder zu Entspannung und Freude an eigenen Aktivitäten kommen!    

Die Autorin berichtet von ihren eigenen Erfahrungen aus dem Familienleben eines berufstätigen Elternpaares mit zwei Kindern. Ihre Zeilen wirken sehr authentisch, ehrlich, fröhlich und ermutigend. Es hat mir besonders gefallen, dass sie immer wieder betont, dass ihre Tipps nicht unbedingt für jedes Kind, seine Eltern und Geschwister geeignet sind, sondern dass jedes Menschenskind ein unverwechselbares Individuum ist. 

Ihr Schreibstil ist flüssig leicht, aus einer humorvollen Lebensauffassung verfasst ,  manchmal mit Trost, aber meist mit tollen Lösungs Tipps gespickt, die gestresste Eltern aus der Erziehungsfalle holen können. Nach einer kurzen Einleitung befasst sie sich mit der Fragestellung “ Mit Kindern ist der Spass vorbei ? „. Danach folgt das Hauptkapitel mit der Auflistung  und Beantwortung *der häufigsten Elternklagen und was helfen kann*, die zum Beispiel unter folgenden Titeln stehen: 

“ Euch kann man keine fünf Minuten aus den Augen lassen “ oder „Nie habe ich meine Ruhe“ oder „Könnt ihr nicht hören? “ oder “ Immer dieses Geheule“ !

Es folgen praktische Tipps für Übernachtungspartys, Ideen für Spiel und Beschäftigung draussen,  bei heissem Wetter,  (angeblicher) Langeweile der Kinder, nervende Fernsehnachmittage, Probleme mit dem Süssigkeitenkonsum und vielen anderen Befindlichkeiten der ganzen Familie. 

Dieses kleine Büchlein ist ein gutes Nachschlagwerk , welches man an einem Nachmittag gut durcharbeiten und verinnerlichen kann und immer mal wieder zum Überdenken des eigenen Verhalten gegenüber den Kindern  in die Hand nehmen wird. 

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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*Fabelhafte Rebellen * von Andrea Wulf


Rezensionsexemplar, unbezahlte Werbung

Verlagslink

Erschienen am  19. Oktober 2022

Inhalt/Klappentext: Seit wann genau kreist unser Denken und Handeln um uns selbst, um unser Ich? Seit wann erwarten wir, dass wir allein über unser Leben bestimmen? Ende der 1790er Jahre – als die meisten Staaten in Europa noch im eisernen Griff absolutistischer Herrscher waren – galt die Idee vom freien Individuum als brandgefährlich. Und doch wagte zu dieser Zeit eine Gruppe von Denkern in der kleinen Universitätsstadt Jena, das Ich in den Mittelpunkt ihres Denkens, Schreibens und Lebens zu stellen. Zu diesen fabelhaften Rebellen gehörten die Dichter Goethe, Schiller und Novalis, die Philosophen Fichte, Schelling und Hegel, die genialen Schlegel-Brüder sowie der junge Wissenschaftler Alexander von Humboldt und ihre Muse, die mutige und freigeistige Caroline Schlegel.Während die Französische Revolution die politische Landschaft Europas veränderte, entfachten diese jungen Romantiker in Jena eine Revolution des Geistes. Ihr Leben bewegte sich zwischen wortreichen Auseinandersetzungen, aufsehenerregenden Skandalen, leidenschaftlichen Liebesaffären und vor allem radikalen Ideen. Ihre Gedanken über die kreative Macht des Ich, den Anspruch von Kunst und Wissenschaft, die Einheit von Mensch und Natur und die wahre Bedeutung von Freiheit sollten nicht nur das Werk vieler Maler, Dichter und Musiker beeinflussen, sondern prägend werden für unser Naturverständnis, unsere Gesellschaftsentwürfe und unsere Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben. 

In ihrem inspirierenden Buch erzählt Bestsellerautorin Andrea Wulf deswegen nicht nur von dem wohl turbulentesten Freundeskreis der deutschen Geistesgeschichte, sondern erklärt auch, warum wir bis heute zwischen den Gefahren der starken Ichbezogenheit und den aufregenden Möglichkeiten des freien Willens schwanken. Denn die Entscheidung zwischen persönlicher Erfüllung und zerstörerischem Egoismus, zwischen den Rechten des Einzelnen und unserer Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und künftigen Generationen ist heute so schwierig wie damals.

Andrea Wulf, geboren in Indien und aufgewachsen in Deutschland, lebt in London. Als Autorin wurde sie mit einer Vielzahl internationaler Preise ausgezeichnet, vor allem für ihren Weltbestseller »Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur« (2016), der in 27 Sprachen übersetzt wurde und 2016 den Bayerischen Buchpreis bekam. Bei C. Bertelsmann sind von ihr außerdem erschienen »Die Vermessung des Himmels. Vom größten Wissenschaftsabenteuer des 18. Jahrhunderts« (2012/2017) und »Die Abenteuer des Alexander von Humboldt. Eine Entdeckungsreise« (2019). Sie schreibt u.a. für die New York Times, die LA Times, das Wall Street Journal, The Atlantic und den Guardian. Sie ist Mitglied des PEN American Center und ein Fellow der Royal Society of Literature. http://www.andreawulf.com

Mein Leseeindruck: Die Gedanken der Französischen Revolution haben sie vereint und zum sogenannten *Jenaer Kreis* zusammen geschweisst.  Die bedeutenden Schriftsteller der Romantik Goethe, Schiller, Novalis, Tieck, die Philosophen Fichte, Schelling und Hegel, die genialen Schlegel Brüder, der junge Wissenschaftler Alexander von Humboldt und letztendlich eine bedeutende Frau und Muse namens Caroline Schelling-Schlegel fanden zusammen in der kleinen Universitätsstadt Jena, Ende der 1790 er Jahre, ihre literarische Heimat. 

 Die ca. vierhundert Seiten von Andrea Wulf  haben mich derart  gefesselt und begeistert wie es der Geschichtsunterricht in der Schule nie geschafft hat. Man reist mit der bekannten Autorin in eine vergangene Zeit, geprägt von deutscher Kleinstaaterei, der französischen Revolution und der Machtübernahme von ganz Europa durch Napoleon. Aus ihrer fabelhaften Recherche dieser Zeit schenkt sie uns in ihrem Buch Anekdoten, philosophische Denkansätze der bekanntesten Dichter und Denker der damaligen Zeit und einen menschlich geprägten Blick auf deren Lebensumfeld in der Kleinstadt Jena, die damals zu den renommiertesten Universitäten Deutschlands und Europa gehörte. Eigentlich ist diese Lektüre ein gut fundiertes Sachbuch mit Hintergrund , es liest sich aber wie ein Roman und weckt das Interesse des Lesers an Geschichte und Philosophie. Diese bedeutenden Schriftsteller*innen bekommen durch diese Lektüre ein farbiges und menschliches Gesicht, von wechselnder Empathie zueinander geprägt und für die Leser  von der Autorin  dadurch spannend aufbereitet. 

Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und zusätzlich jede Menge neues Wissen über deutsche und europäische Geschichte durch diese Lektüre erfahren. 

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für dieses herausragende Buch der interessanten Autorin Andrea Wulf. 

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für die Zusendung des Rezensio

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*Freitagsfüller*

1. Weihnachten war in diesem Jahr ein Highlight für mich ! Ich war gesund, die Familie auch und wir konnten uns alle treffen !

2. Das war die schönste Überraschung.

3. Dieses Jahr muss ich noch einmal DANKE sagen an all meine Leser*innen meiner Blogseiten !

4. Typisch für mich ist an Silvester einen langen Spaziergang zu machen !

5. Mit einem leisen Plopp wird sich dann um Mitternacht das alte Jahr verabschieden und 2023 beginnen .

6. Ausschlafen ist meine Tradition am Neujahrstag.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein aktuelles Buch, morgen habe ich geplant, mich mit Freunden zu treffen und Sonntag möchte ich wie schon erwähnt ausschlafen !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen!

Werbung, unbezahlt
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*Das Wunder von San Teodoro* von Roberta Gregorio


*unbezahlte Werbung*

Verlagslink

ORIGINALAUSGABE

Taschenbuch, Broschur, 416 Seiten, 12,5 x 18,7 cm

ISBN: 978-3-442-49271-8

Erschienen am  17. August 2022

Inhalt/Klappentext: Bürgermeisterin Mafalda ist verzweifelt. So sehr sie sich auch bemüht: San Teodoro, ihr idyllisches Dörfchen in den kampanischen Hügeln, hat wohl keine Zukunft. Gerade einmal hundert Menschen leben noch hier, und wenn der alte Carmelo stirbt, wird der Ort mangels Einwohnern auch noch den Gemeindestatus verlieren. In ihrer Not bittet Mafalda die Unternehmensberaterin Violetta um Hilfe. Violetta verliebt sich erst in das Dorf, dann in seine traditionellen Pastagerichte und schließlich in Mafaldas Sohn Fernando. Sie ist entschlossen, San Teodoro zu retten – mithilfe einer Senioren-WG und deren Rezepten. Doch womöglich kann nur ein Wunder des heiligen Teodoro alles zum Guten wenden …

Roberta Gregorio wurde 1976 im bayerischen Fürstenfeldbruck geboren und lebt heute in Süditalien. Ihre große Leidenschaft für Sprache und Bücher lebt sie als Autorin, Leserin und Übersetzerin aus. Wenn sie einmal eine kurze Pause braucht, geht sie an den Strand und lässt die Seele baumeln. Denn die Sache mit dem Dolcefarniente, kann sie besonders gut.

Mein Leseeindruck: In diesem schönen Wohlfühlroman bin ich in ein kleines Dorf in das italienische Kampanien gereist. Einhundert Einwohner, hauptsächlich ältere Menschen leben dort nur noch . Fast wird es ein Geister Dorf, wäre da nicht die resolute Bürgermeisterin Mafalda, die um das Überleben ihres Heimatdorfes tapfer und unermüdlich kämpft. Mit Hilfe der jungen Unternehmensberaterin Violetta aus Salerno und der eng zusammen stehenden Dorfbevölkerung gelingt es den beiden engagierten Frauen eine grandiose Idee gegen viele Widerstände zu entwickeln und auch zu verwirklichen. Der romantische Ort San Teodoro übt auf Violetta einen unwiderstehlichen Zauber aus durch seine Ruhe,  landschaftliche Abgeschiedenheit und Schönheit der althergebrachten Häuserstruktur. Hinzu kommen die Begegnungen mit charmanten Dorfbewohnern, wie den drei alten Männern, die jeden Tag die Piazza aus einer Bar beobachten, der Kontakt mit dem jungen Landwirt Fernando und das Kennenlernen einer gut funktionierenden Senioren WG. Alte Dorf-Geschichten werden zu jeder Gelegenheit erzählt und Violetta und Mafalda schöpfen daraus den Impuls und die Idee für den Bau einer kleinen Pasta Fabrik. 

Der Schreibstil der Autorin spricht sofort an, ist flüssig, amüsant und sehr gut zu verfolgen. Roberta Gregorio transportiert ein leichtes, wunderbar italienisches Lebensgefühl über ihre Zeilen zum Leser*in, welches mit köstlichen Pasta Rezepten im Buch diesen Eindruck weiter verstärkt. Man spürt fast den intensiven  Geruch von sonnengereiften Tomaten, würzigen Kräutern und die laue Luft eines herrlich warmen Sommerabends in der Nase. Verwicklungen mit dem  arroganten Gebaren des Kommunal Präsidenten der Region und Mafaldas Ex-Ehemann Alessio Renga geben der Geschichte eine spannende Würze. Auch spielt die Liebe in diesem Buch eine grosse Rolle und spornt Violetta und Mafalda an ihr Projekt gegen viele Widerstände zu verwirklichen, immer unterstützt vom Glauben an den Dorfheiligen San Teodoro, der auf wundersame Weise alles Gute für diesen Ort und seine Menschen in die richtigen Wege für die Zukunft leitet….

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diesen stimmigen Wohlfühl-Roman!

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das schöne Rezensionsexemplar!

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*Café Leben* von Jo Leevers

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INHALT/KLAPPENTEXT: Zwei Frauen, zwei Schicksale – eine bewegende Botschaft

»Café Leben« ist ein außergewöhnlicher Roman über zwei Frauen aus zwei Generationen, die einander ihre Lebensgeschichte erzählen: kraftvoll, eindringlich und voller Hoffnung.

Die 32-jährige Henrietta Lockwood führt in London ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Hund Dave. Schon früh hat sie eine Mauer zwischen sich und der Welt errichtet. Das verhilft ihr schließlich zu einem besonderen Job im Hospiz, bei dem man besser nicht ständig in Tränen ausbricht: Henrietta soll todkranken Menschen dabei helfen, die Geschichte ihres Lebens für die Nachwelt aufzuschreiben.

Schon bei den ersten Gesprächen mit ihrer Klientin Annie merkt Henrietta, dass die 66-jährige Krebspatientin schlimmen Erinnerungen ausweicht. Ohne die wird ihre Geschichte jedoch nie vollständig sein, und das kann Henrietta nicht hinnehmen. Sie versucht auf eigene Faust herauszufinden, was Annies Schwester vor 46 Jahren zugestoßen ist.

Doch um Annie dazu zu bringen, alle Puzzleteile offenzulegen, muss Henrietta etwas tun, was sie noch nie zuvor getan hat: ihre eigene Geschichte erzählen.

Ergreifend, ohne rührselig zu werden, schreibt die britische Autorin Jo Leevers über Leben und Tod, über das Erinnern und das Erzählen, das die Macht hat, alte Wunden zu heilen. Ein besonderer Roman, der noch lange nachhallt.

Jo Leevers, geboren und aufgewachsen in London, schreibt für zahlreiche Magazine, u.a. für The Guardian, The Observer, The Telegraph, World Of Interiors und Living. Ihr Spezialgebiet ist Interior Design. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann und der Hündin Lottie in Kent. Café Leben ist ihr Debütroman.

Mein Leseeindruck: Was passiert wenn sich eine ältere, todkranke Frau und eine junge Frau in den besten Jahren begegnen , eine  Beziehung zueinander aufbauen, sich ihre Lebensgeschichten teilweise erzählen und doch einige dunkle Schattenseiten in ihrem Dasein für sich behalten? Das und noch viel mehr über das *Heute* und eine Zeit vor über 46 Jahren erfahren wir beim Lesen des Debüt Romans von Jo Leevers. 

Die junge, schüchterne Henrietta, immer an sich und ihren Fähigkeiten zweifelnd, bewirbt sich auf eine Stelle in der Beratungsambulanz eines Krebszentrums. Sie soll mit todkranken Patient*innen Gespräche über deren gelebtes Leben führen und anschliessend für die Hinterbliebenen ein Buch erstellen. Es ist keine leichte Aufgabe, denn für die Verarbeitung aller Eindrücke bleiben Henrietta nur sechs Interview-Sitzungen a‘ 1 Stunde pro Patient. Es gibt sogar einen Vordruck mit Fragen, der sich aber bald als nutzlos erweist, denn ein ganzes, Jahrzehnte dauerndes Leben ist nicht mit der Beantwortung einiger Fragen darzustellen . Henrietta ahnt, dass sie immer wieder nur kurze Augenblicke aus dem Leben ihrer Klient*innen  erfährt und  das schwer nachfühlen kann. Dieses alles stimmig für das gewünschte Buch zusammenzustellen ist eine schwierige Aufgabe. Sie lernt die todkranke, viel ältere und ihr exzentrisch erscheinende Annie kennen und die beiden Frauen tasten sich behutsam aneinander an.

Der Roman wird abwechselnd immer aus der jeweiligen Perspektive von Henrietta und Annie erzählt, bekommt dadurch ein buntes und spannendes, leider oft auch trauriges Erleben für den Leser*in. Henrietta erfährt unausgesprochene Vermutungen, Wahrheiten und dunkle Geheimnisse von Annie. Deren geliebte und gleichzeitig gehasste jüngere Schwester Schwester Kathy verschwand plötzlich vor 46 Jahren und Annie kam über diesen Verlust nie hinweg. Eifersucht und ein trotzdem grosser Zusammenhalt zwischen den Geschwistern spielte eine grosse Rolle in ihrer Beziehung zueinander. Die unglückliche, nachfolgende Ehe mit einem brutalen Mann hat Annies Leben zusätzlich  negativ geprägt. 

Henrietta begibt sich auf Spurensuche nach den Gründen für Kathys damaliges Verschwinden und taucht mehr und mehr in Annies Leben ein. Aber auch Annie lernt  die junge Henrietta immer genauer kennen, da diese tragische Ereignisse aus ihrer Kinder- und Jugendzeit zu verarbeiten hat….. 

Für dieses Buch braucht man starke Nerven, denn die gefühlvolle Schreibweise der Autorin geht an *Herz und Nieren*. Eine todkranke, krebskranke Frau in ihren intimsten Gedanken zu begleiten bringt die Leser*rin an den Rand des Aushaltbaren, zumal sich die Ereignisse am Ende des Buch überschlagen. Vielleicht werden sie sogar ein wenig zu hastig erzählt…..

Meine Bewertung: VIER **** Sterne !

Vielen Dank für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

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*SCHNEEFLÖCKCHEN*

Schneeflöckchen, Weissröckchen,wann kommst du geschneit? Du wohnst in den Wolken, dein Weg ist so weit . Komm setz dich ans Fenster, du lieblicher Stern,malst Blumen und Blätter, wir haben dich gern . WINTERLIED VON HEDWIG HABERKERN

Ich wünsch Euch einen schönen Nikolaustag!

Pixabay
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Zitate

Ich glaube, es fiele mir nicht schwer, unter Tieren zu leben. Sie sind so still und genügsam. Lange kann ich dabei verweilen, ihnen zuzusehen. Sie rackern sich nicht ab, sie jammern nicht, wie schlecht sie dran sind. Sie wälzen sich nachts nicht im Bett, um ihre Sünden zu beklagen. Sie öden mich nicht an, indem sie mir ihre Pflichten gegenüber Gott darlegen. Keines von ihnen ist unzufrieden, keines infiziert vom Wahn, etwas besitzen zu müssen, keines beugt vor seinen Artgenossen das Knie, auch nicht vor irgendeinem, der seit Jahrtausenden tot ist. Keines hat einen Ruf zu verlieren, keines von ihnen ist unglücklich über diese Welt.

Walt Whitman (Dichter)

www.beruhmte-zitate.de – Walt Whitman